Eingeschult wurde ich im Jahre 1967 in der Polytechnische Oberschule"Otto Grotewohl" (Steubenstraße) in Bitterfeld/ Anhaltsiedlung. 1977 hatte ich die POS mit der 10. Klasse abgeschlossen.
Von 1977 bis 1979 besuchte ich die Betriebsberufsschule des Chemiekombinat Bitterfeld (CKB). In dieser Zeit lernte ich den Beruf des Zerspanungsfacharbeiters. Welcher mir sehr viel Spass bereitete.
Bis 1988 arbeitete ich im CKB in diesem Beruf weiter. Leider machte mir die Umwelt des Bitterfelder Chemiebetriebes sehr zu schaffen. Nicht umsonst nannte man Bitterfeld vor der Wende die dreckigste Stadt Europas.
Von 1989 bis 1992 war ich als Fertigung- und Montagemonteur an einer Transferstraße welche Pleuel für das Endprodukt VW-Motor herstellte, in Chemnitz tätig. Dies war eine sehr interessante Aufgabe für mich und eine neue Herausforderung welche ich gern annahm. Auch die Arbeitsatmosphäre war in diesem IFA- Betrieb sehr angenehm. Leider wurde mein Arbeitsplatz aus Gründen der betrieblichen Umstrukturierung abgebaut. Wartburg und Trabant mit Viertaktmotor wollte zu dieser Zeit ja keiner mehr haben. Obwohl es auch jetzt noch ein vorzügliches Transportmittel für Leute mit kleinem Geldbeutel wäre.
Von 1992 bis 1994 bestritt ich andere Pfade. Ich machte eine Umschulung zum Bau- und Möbeltischler. Um so auf dem Gebiet der Holzbearbeitung wichtige Erfahrungen zu sammeln. Leider ergab sich hier keine berufliche Perspektive. So dass ich wieder in meinem alten Beruf als Zerspanungsfacharbeiter zurück ging.
Nach mehreren Anpassungslehrgängen an der CNC Steuerung. Seit 1994/1995 in Esslingen. Durfte ich an Computer-Numerik-Controller (CNC)- Drehmaschinen, als Bediener, Einrichter und Programmierer arbeiten.
Von 1999 bis 2001 besuchte ich nochmals im VW-Bildungsinstitut einen Lehrgang mit dem Abschluss als CNC-Techniker. Abgenommen durch die Sächsische Handwerkskammer Chemnitz. Bis zum Jahr 2005 arbeitete ich in diesem Beruf.
Leider waren die Bedingungen bezüglich der Umwelt und der Arbeitsatmosphäre in verschiedenen Betrieben nicht immer so, wie sie in einer modernen industriellen Gesellschaft eigentlich sein sollten... Besonders in den letzten Jahren.
So kam was kommen mußte. Es meldeten sich die Alarmglocken meines Körpers.
Aus gesundheitlichen Gründen darf ich meine bisherige Tätigkeit nun leider nicht mehr ausüben. Wegen einer Wirbelsäulenverkrümmung verbunden mit Rückenbeschwerden sowie einer Omarthrose. Aber in erster Linie auch wegen Morbus Meniére. http://www.medizinfo.de/ohren/innen/meniere.shtml Bin ich jetzt leider voller Erwerbsminderungsrentner.
So schließt sich nun hier erst ein Mal der berufliche Kreis in der Metall-und Holzbranche. Welchen ich seit meiner Jugend mit großem Interesse verfolgt hatte. Konnte dabei auch sehr viele, schöne und bemerkenswerte Erfahrungen machen. In menschlicher sowie beruflicher Ebene. Worüber ich sehr dankbar bin.
Nun kommt es zu einem Loslassen meines alten Schaffensweges, welchen ich bisher beschritten hatte. Was zur gleichen Zeit auch wieder die Suche und der Anfang nach etwas Neuem ist. Denn nach einem Ende folgt auch immer wieder ein Anfang.
Es kommt nicht darauf an, wo der Mensch steht. Es kommt darauf an, wohin er geht.
Spruchweisheit aus Schweden.